10. August 2015

Über das was kommt, beziehungsweise kommen soll


Ich bin 19 Jahre alt, habe mein Abitur erfolgreich abgeschlossen und soll jetzt angeblich bereit dazu sein, mich an einer Uni zu bewerben, um dann dort zu studieren. Das letzte Jahr Schule hat mich so fertig gemacht, dass ich nicht im Traum direkt diesen Herbst damit hätte anfangen können. Auch nicht, wenn ich wenigstens schon wüsste, was ich machen möchte. Deswegen kellner ich, um Geld zu sparen und dann reisen zu können. Und auf einmal kommen so Dinge auf mich zu, von denen ich keine Ahnung habe. Was für einen Status ich bei Formularen angeben soll, wie ich mehrere Jobs haben kann, ohne Steuern zahlen zu müssen, ja ich habe sogar Schwierigkeiten gehabt, mich an einer Uni zu bewerben, weil das alles so kompliziert war. Wozu geht man zur Schule? Um lesen, schreiben und rechnen zu können. Zur allgemeinen Bildung. Aber auf keinen Fall, um auf das Leben vorbereitet zu werden.
Wir sollen glücklich sein, dass wir heutzutage so viele Möglichkeiten haben, aber ich wünsche mir manchmal, in einer Zeit aufgewachsen zu sein, in der ich einfach den Beruf meiner Eltern annehmen müsste. Während ich mich über Studiengänge und Praktika informiere, bleibt die Seite, um die Bedeutungen der ganzen Bezeichnungen zu googeln, stets geöffnet.
Ich besitze die allgemeine Hochschulreife und fühle mich alles andere als reif fürs Studium.

30. Mai 2015

Der Tag hat 24 Stunden


Wochenlang habe ich auf diesen einen Zeitpunkt hingearbeitet. Habe alles andere auf danach verschoben. Habe mich gefreut auf eine Zeit voller Zeit, in der ich nun endlich das tun würde, wozu ich sonst nie kam. Letztendlich war die Aussicht auf diese Zeit mein einziger Lichtblick, meine einzig wahre Motivation. Und dann hatte ich das schriftliche Abitur endlich hinter mir und...
...hatte trotzdem keine Zeit.
Nach ausgiebiger Feierei hatte ich erstmal alle Hände voll mit dem Gestalten unseres Abibuchs zu tun und schließlich sehe ich mich selbst nur noch arbeiten und für meine praktische Sportprüfung trainieren. Und wenn das vorbei ist, muss ich mich wohl an die Mündliche machen.
Natürlich verbringe ich auch Zeit mit Freunden, aber heute Vormittag ist tatsächlich der erste Moment, für den ich noch nichts vor hatte. Und das ist gut so, denn später reiht sich wieder eine Veranstaltung an die nächste. Ich muss wohl anfangen, mir leere Tage einzuplanen, an denen ich dann spontan entscheide, was ich tun möchte und an denen ich dann auch endlich wieder mehr Zeit hierfür habe.

Ich hoffe ihr habt weniger stressige Tage,
Paula ♥

PS: Danke für eure lieben Kommentare zu meiner Haarschneideüberlegung - noch sind sie in voller Länge dran!

17. April 2015

schnipp schnapp...

Hallo, ihr Lieben :)
Meine Haare trage ich eigentlich lang, seit ich klein bin. Einmal habe ich sie mit 14 relativ kurz geschnitten. Das war gut, weil sie das nötig hatten und weil ich sie dadurch erst richtig zu schätzen gelernt habe. Deswegen habe ich sie mir dann auch direkt wieder wachsen lassen. Und seit dem schneide ich regelmäßig die Spitzen. Irgendwie reicht das aber nicht, weil sie mittlerweile schon wieder total kaputt sind. Daher reizt mich der Gedanke, sie wieder so kurz zu schneiden. Vielleicht wird daraus ja ein "Alle-5-Jahre-Schnitt". Wer weiß, vielleicht steht mir das heute ja viel besser als damals. Aber trotzdem wäre das natürlich ein riesiger Schritt und ich weiß noch nicht so recht...