Siebenundzwanzig, Achtundzwanzig, Neunundzwanzig,.. mit einem Klicken schließt sich die Blende. Die Kurzvorschau der Aufnahme erscheint auf dem Bildschirm. Tatsächlich kommt das Foto der Realität vor unseren Augen nahe, wird ihrer zumindest annähernd gerecht. Wir sehen uns an, soweit ich das in der Dunkelheit erkennen kann, grinst er ebenfalls. Ich nehme einen Schluck aus der Weinflasche. Etwa eine Stunde stehen wir schon hier draußen und versuchen diesen eindrucksvollen Sternenhimmel festzuhalten. Obwohl wir uns dick eingepackt haben und der Wein uns von innen wärmt, ist die Kälte aufgrund des ebenso starken Windes kaum auszuhalten. Die neuen daumenlosen Handschuhe haben sich beim Fotografieren am Tag zwar schon bewährt gemacht, doch jetzt spüre ich meine Finger kaum noch. Ich bin kaputt, muss dringend aufs Klo und weiß, dass wir nach dieser Nacht bestimmt krank sein werden, aber ich blicke in den Himmel. Alles egal!
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3. Juni 2017
31. Mai 2017
28. Mai 2017
Salar de Uyuni!
Ich sehe mich um und drehe mich dabei um mich selbst. Drehe mich noch
einmal. Lasse meinen Blick langsam über den Horizont schweifen. Eine
klare Linie, die Himmel und Erde voneinander zu trennen scheint. Ein
paar Vulkane reihen sich in weiter Ferne. Ich kann nicht sagen, wie
viele Hundert Kilometer 'Nichts' zwischen ihnen und mir liegen. Die
Sonne steht hoch am Himmel und wird von allen Seiten reflektiert. Ich
drehe mich weiter, komme ins Taumeln, fasse mich wieder.
Nie zuvor war ich an einem solchen Ort. So weit. So hell. So leer.
Nie zuvor war ich an einem solchen Ort. So weit. So hell. So leer.

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Bolivia
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